Die Greifenreiterin - erobere den Himmel!


Die Greifenreiterin ist meine erste Tetralogie im Bereich High Fantasy und nimmt euch mit auf eine Reise durch den Himmel. Denn ihr könnt die Protagonistin Rayna auf dem Rücken ihres Greifen Ferril begleiten, Abenteuer erleben und die Welt aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

 

Band 1: Gefangenschaft - erschienen

Band 2: Hoffnung - erschienen

Band 3: Verheerung - erscheint Frühjahr 2020

Band 4: Rache - erscheint Sommer 2020



Die Greifenreiterin - Gefangenschaft

 

Ebook:      320 Seiten

Print:        320 Seiten

Kosten:    3,99 € Ebook/ 12,99 € Print

Verlag:     Selfpublishing

Erscheinungsdatum: 28.08.2019

Genre:     High-Fantasy

 

Klappentext:

Bist du bereit für die Unendlichkeit des Himmels?

Gleich bei ihrer ersten Mission als vollwertige Reiterin fällt Rayna mit ihrem Greifen Ferril in die Hände der Nanjok, einem unbarmherzigen Volk des Nordens. Was dieses weit im Süden zu schaffen hat, weiß Rayna nicht - genauso wenig wie Hyron, der ebenfalls gefangen gehalten wird, wenn auch nicht durch Ketten. All ihr Denken ist auf Flucht ausgerichtet. Doch was beide nicht einmal erahnen, ist, dass ihr Treffen und ihr gemeinsamer Überlebenskampf bei den Nanjok erst der Anfang von etwas viel Größerem bedeutet.

 

Das Buch ist nun in allen Shops erhältlich!

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Die Greifenreiterin - Hoffnung

 

Ebook:      340 Seiten

Print:        340 Seiten

Kosten:    3,99 € Ebook/ 12,99 € Print

Verlag:     Selfpublishing

Erscheinungsdatum: 27.11.2019

Genre:     High-Fantasy

 

Klappentext:

Bist du bereit, den Himmel zu verteidigen?

Nachdem die Zea-Anführerin Ti´ha sie um Hilfe gebeten hat, kehren Rayna und Hyron zu den Himmelsschwertern zurück. Dort angekommen, können sie ihre Anführer davon überzeugen, dass es für ganz Teharis von Nutzen ist, wenn Zemzee aufgehalten wird. Doch als Rayna in den Süden zurückkehrt, muss sie feststellen, dass alles nicht so einfach ist wie gedacht und Zemzee Dinge in der Hinterhand hält, die alle Kräfteverhältnisse durcheinanderwirbeln. Die Einzigen, die ihm etwas entgegensetzen können, sind die Tenga – das magiebegabte Volk, das sich bisher strikt von allen anderen fernhielt.

 

Das Buch ist nun in allen Shops erhältlich!

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Die Greifenreiterin - Verheerung

 

Ebook:       Seiten

Print:         Seiten

Kosten:    3,99 € Ebook/ 12,99 € Print

Verlag:     Selfpublishing

Erscheinungsdatum: 26.02.2020

Genre:     High-Fantasy

 

Klappentext:

 

Nähere Informationen folgen in Kürze!


Textausschnitt aus Band 1:

 

Karim hatte recht behalten – was ich ihm gegenüber aber niemals zugeben würde. Ich hatte mich wirklich ablenken lassen, weswegen sich mein Flug zum Klan der Himmelsschwerter verzögerte. Aber wie hätte ich denn auch anders gekonnt, wenn ich zum ersten Mal in meinem Leben frei fliegen durfte, ohne dass mir angezeigt wurde, wohin es ging? Also hatte ich Ferril bereits nach einer halben Stunde näher zum Boden gelenkt, die dichten Wälder, die blühenden Felder und die grünen Wiesen bewundert, war Flussläufen gefolgt und hatte mich von der Schönheit der Welt einfangen lassen. So viele Eindrücke prasselten auf mich ein, die ich aus meiner Heimat nicht kannte, dass ich nur staunen konnte. Wahrscheinlich würde für mich immer der Geruch von Harz, die Rufe der Waldtiere oder die Schwere der Luft hier unten etwas Besonderes bleiben – egal wie lang ich bei den Shealif leben würde.

 

Am liebsten wäre ich mit Ferril gelandet, hätte mich in das weiche Gras gelegt und einfach alles in mich aufgenommen. Eine Reizüberflutung all meiner Sinne wäre damit vorhersehbar gewesen. Aber ich durfte mich nicht zu sehr ablenken lassen, denn die Himmelsschwerter warteten schon auf mich und die Nachrichten, die ich von Karim und Tailock bei mir hatte. Trotzdem wollte ich mich nicht zu sehr beeilen und vor allem Ferril eine Pause gönnen.

 

Mein Mädchen flog inzwischen gut vier Stunden und obwohl mir Karim prophezeit hatte, dass ich mich verfliegen würde, wusste ich den Weg noch ganz genau. Nun ja, so ungefähr. Ich suchte den Horizont mit Blicken ab und entdeckte das gigantische Felsmassiv der Wolkenberge, in dem sich meine Heimat befand, zu meiner Linken. Um zu den Himmelsschwertern zu gelangen, musste ich es zuerst im Süden und dann im Osten umrunden. Zwar hätte ich auch den schnellen Weg über die Berggipfel nehmen können, aber sogar für einen Greifen konnte es dort gefährliche Winde geben und zudem war es abartig kalt. Deswegen nahm auch mein Bruder immer den längeren Weg außen herum.

 

Nach dem Stand der Sonne zu urteilen, musste ich mich nur ein wenig nach links wenden, um wieder auf Kurs zu kommen. Also gab ich Ferril einen kleinen Impuls über die Zügel und mein Mädchen veränderte die Haltung ihrer Schwingen so, dass wir sanft zur Seite schwebten. Der Tag war vom Wind her ruhig und am Himmel zeigte sich keine einzige Wolke, weswegen es ein entspannter Flug war, den wir nutzten, um knapp über den Baumwipfeln dahinzusegeln.

 

Beinahe ließ ich mich von dem Rauschen der Blätter ablenken, aber ich wollte ja eine kurze Rast einlegen, weswegen ich mich konzentriert umsah und nach einem geeigneten Platz suchte. Bei den vielen Bäumen um uns herum war das gar nicht so einfach, aber Ferril schien das nicht zu stören. Mein Mädchen gurrte glücklich vor sich hin, fing eine neue Windböe ein und segelte vor Freude sanft hin und her. Ich musste darüber lächeln, tätschelte ihren Hals und hätte mich gern in ihre Federn gekuschelt, so sehr genoss ich die Zeit mit ihr. Aber da fiel mein Blick auf eine kleine Klippe, von der ein Fluss hinabstürzte. Gut möglich, dass er sich in einem See zu Füßen der Aufschüttung sammelte und es dort genug Platz für Ferril zum Landen gab.

 

Also lenkte ich sie dorthin und als wir über den Klippenrand flogen, wurde ersichtlich, dass ich recht gehabt hatte. Ein kristallklarer See breitete sich unter uns aus, dessen Ufer breit genug waren, dass Ferril problemlos aufsetzen konnte.

 

„Wollen wir eine kurze Pause einlegen?“, fragte ich sie, woraufhin sie zustimmend krähte.

 

Ohne dass ich etwas tun musste, leitete sie den Sinkflug ein, schwebte zwei Runden über dem See und setzte dann geschmeidig auf der saftigen Erde auf. Ich konnte es kaum erwarten, löste die Schnallen an meinen Beinen bereits, bevor Ferril ganz gestoppt hatte, und sprang auch schon aus dem Sattel.

 

„Bei allem, was mir heilig ist, riecht das gut!“, rief ich begeistert, ließ mich in die Knie sinken und nahm mit beiden Händen etwas von der feuchten Erde auf, um sie an meine Nase zu halten. Es roch nach Leben, Boden und Feuchtigkeit – eine Mischung, die mich in Verzückung brachte. Dass meine Handschuhe davon schmutzig wurden, störte mich wenig. Schon ließ ich die Erde fallen, klopfte mir den Dreck ab und schloss die Augen, um dem Wind in den nahen Bäumen zu lauschen. Überall knackte es und die Vielzahl an Vögeln überforderte meine Ohren beinahe, aber ich fand auch das einfach nur toll.

 

Ob die Shealif und die anderen Völker des Bodens wussten, wie vielseitig und großartig ihre Welt war? Ich fürchtete fast, dass es ihnen nicht auffiel. Wenn man mit solchen Dingen aufwuchs, waren sie viel zu selbstverständlich. Andere würden wohl auch meine Heimat beeindruckend finden, für mich war sie im Gegensatz zu der Welt hier draußen aber nur einengend und grau.

 

Ferril schreckte mich auf, als sie fordernd krähte. Ich öffnete die Augen und sah zu meinem Mädchen, das kurz mit den Schwingen schlug und dann versuchte, mit dem Schnabel an die Verschlüsse zu kommen, die den Sattel auf ihrem Rücken hielten. Schnell sprang ich auf, um sie davon abzuhalten. „Es tut mir leid, meine Schöne, aber du musst das alles noch ein wenig aufbehalten. Wir sollten gleich weiter, damit wir es heute noch zu den Himmelsschwertern schaffen, aber dort nehme ich dir alles sofort ab.“

 

Ferril schüttelte kurz die Flügel, was ihren Widerwillen zeigte, aber sie beschwerte sich nicht weiter, sondern wandte sich dem See zu, um zu trinken. Ich lächelte über ihre Geduld mit mir und folgte ihr, um ebenfalls meinen Durst zu löschen. Dabei nahm ich meine Fliegerbrille ab, hängte den Bogen zu dem Köcher an den Sattel und schlüpfte für die kurze Zeit hier aus dem Mantel. Es war sehr warm am Erdboden und ich musste mich unbedingt kühlen. Oben in den Bergen stiegen die Temperaturen nie sehr weit, weswegen ich in meinen dicken Kleidern bereits zu schwitzen begann – vor allem da der Wind mehr als lau war.

 

Ich ließ das Kleidungsstück mitsamt der Brille zu Boden gleiten und hockte mich direkt an das Wasser, das leise plätscherte, wobei dieses Geräusch beinahe von dem Rauschen des Wasserfalls übertönt wurde.

 

Vielleicht lag es an ihm, dass weder Ferril noch ich ihn bemerkten.

 

Die unbekannten Geräusche hatten uns zu sehr abgelenkt, als dass wir ein Knacken im Wald ganz in unserer Nähe als auffällig angesehen hätten. Doch erschrocken erstarrten wir, als jemand nur wenige Meter von uns entfernt zwischen den Büschen hervor- und an den See trat.

 

Es handelte sich um einen jungen Mann, kaum älter als ich, aber deutlich größer und mit einer athletischen Gestalt, die ich nicht von unseren Männern gewohnt war. Angespannt starrte ich ihn an und wusste nicht, was ich tun sollte. Noch hatte er uns nicht bemerkt, aber ich hatte nicht damit gerechnet, gerade hier auf jemanden zu treffen.

 

Da trat er jedoch in das Licht der Sonne und ich erkannte, dass sein Haar, dessen Strähnen er sich gerade mit gespreizten Fingern zurückstrich, nicht wie vermutet blond war, sondern komplett weiß. Ein Shealif!

 

Sofort atmete ich auf und Ferril nahm das zum Anlass, begrüßend zu krähen. Erschrocken fuhr der junge Mann zusammen und wirbelte zu uns herum. Das typische Blau der Shealif strahlte mir aus seinen Augen entgegen, doch eigentlich hatte ich erwartet, dass nach dem ersten Schreck Freude in ihnen auftauchte. Schließlich waren unsere Völker schon jahrhundertelang befreundet. Doch dem war nicht so. Stattdessen entdeckte ich ein solches Grauen, dass ich augenblicklich unsicher wurde.

 

Schon machte er einen Schritt zurück.

 

„Was macht denn eine Greifenreiterin hier im Nirgendwo?“, fragte er beinahe vorwurfsvoll.

 

Ich zuckte mit den Schultern, weil ich nicht wusste, dass das verboten war, und ließ kurz den Blick an ihm hinabzucken, ehe ich antwortete. Er trug eine ärmellose Weste, eine simple Hose und schwere Stiefel. Alles war in sanften Erdtönen gehalten, was ihn sich perfekt an seine Umgebung hier anpassen ließ. Ich vermutete, dass er ein Jäger oder etwas Ähnliches war.

 

„Ich habe nur eine kurze Pause gemacht“, gab ich ehrlich Auskunft.

 

Rüde unterbrach mich der Shealif. „Das ist egal. Du musst sofort weg.“

 

„Was?“, fragte ich verwirrt. „Wieso?“

 

„Keine Zeit für Erklärungen“, unterbrach er mich, kam schnell näher, stoppte aber, als Ferril drohend zu knurren begann. Beinahe verzweifelt flackerte sein Blick wieder zu mir. „Bitte, geh. Wenn sie dich finden, kann ich dich nicht beschützen.“

 

Ich verstand absolut nichts, aber die Dringlichkeit in seiner Stimme machte mich nervös und ich suchte schnell die Baumgrenze nach möglichen Gefahren ab, mir fiel jedoch nichts auf.

 

„Keine Sorge“, meinte ich deswegen. „Ich kann auf mich selbst aufpassen.“

 

„Nein“, unterbrach er mich erneut und als der Shealif noch einen Schritt näher kam, erkannte ich deutlich den Ernst in seinen Augen. „Davor kannst du dich nicht schützen. Geh. Bitte. Einzig in der Luft bist du vor ihnen sicher.“

 

Noch immer ahnte ich nicht einmal, was er meinte. Doch er kannte sich hier unter Garantie besser aus als ich und ich wollte Ferril nicht in Gefahr bringen. Also nickte ich und bückte mich bereits nach meinem Mantel.

 

Der Shealif atmete deutlich hörbar auf und ließ die Schultern erleichtert sinken, als Ferrils Kopf herumfuhr und sie die Bäume rechts von mir warnend ankrähte. Der junge Mann und ich erblassten gleichzeitig. Er, weil er wohl wusste, was da auf uns aufmerksam geworden war, und ich, da ich wusste, dass Ferril so nur reagierte, wenn Gefahr drohte. Sofort griff ich nach meinem Bogen, doch ich konnte nicht einmal diese Bewegung beenden, geschweige denn mich dem zuwenden, was da auf mich zukam, als auch schon riesige, brüllende Gestalten aus den Büschen brachen.